Ausstellung "Bildersucht & Cyberflucht"

Erlebnisinstallation

 „Bildersucht & Cyberflucht“


Das Projekt und sein Ziel:

Unter dem Titel „Bildersucht & Cyberflucht“ haben wir eine Ausstellung in Form einer Erlebnisinstallation erstellt, die auf künstlerische und informative Weise das Problem der „Medienabhängigkeit“ in ein sinnliches Erleben übersetzt. Sie richtet sich vorrangig an Jugendliche, denen das Gefahrenpotential ihrer Mediennutzung häufig unklar ist, aber auch an Eltern, die mit ihren Fragen diesbezüglich zumeist alleine gelassen sind.


Die Installation besteht im Wesentlichen aus Interviews und Bilderfluten auf Videoscreens, die in einem 3 x 4 x 2,5 Meter großen Kubus zu einem begehbaren Objekt gestaltet werden. Inhalt dieser Bilder und Filme sind immer die Lebenswelten von Sucht-Betroffenen. Das Durchschreiten der Installation ermöglicht durch die Auflösung der Betrachterdistanz eine Erfahrung der Innensicht von Motiven und Ursachen.


Das Ziel unserer Ausstellung ist es, mit den Mitteln von Medien und Kultur ein Problembewusstsein zu schärfen für ein Phänomen, das in den Schattenbereichen von Mediennutzung heranwächst. 


Die Ausstellung präsentiert:

  • Interviews mit Suchtbetroffenen und Fachleuten
  • Einblicke in die suggestiven Bilderwelten, die suchtauslösend sein können
  • Informationen über die Therapiemöglichkeiten


Ausstellungsorte: 

14.6. - 1.7. 2018 Bernhard-Salzmann-Klinik, Gütersloh 

5.9. - 6.10. 2018 Stadtbibliothek Hamm / Jugendsuchtberatung

5.11. - 3.12. 2018 Junges Museum im Osthaus-Museum, Hagen

4.12. - 14.12. 2018 Schulzentrum Stadt Rees

14.1. - 1.2. 2019 Märkisches Museum / Stadtbibliothek Witten

19.2. - 23.2. 2019 didacta Die Bildungsmesse Köln

1.4. - 12.4. 2019 Erlangen

24.6. - 5.7. 2019 Wuppertal

9.9. - 17.9. 2019 Mainz 

23.9. - 6.10. 2019 Ostbevern-Warendorf, LaFolie, Telgter Straße 12, 48346 Ostbevern

9.10. - 18.10. 2019 Bonn, Haus Vilienbusch, Oppelner Str 113, 53119 Bonn 

30.10. - 12.11. 2019 Erfurt, Kunstmuseum Erfurt / Angermuseum, Anger 18, 99084 Erfurt 

19.11. - 5.12. 2019 Augsburg, Stadtbibliothek Augsburg, Schaezlerstraße 25, 86152 Augsburg 

  • in Verbindung mit der Uraufführung des Theaterstücks „freiheit.pro“ am Staatstheater Augsburg

23.3. - 3.4. 2020 Recklinghausen  (abgesagt wegen Coronavirus-Epidemie)






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Warum dieses Projekt?


Immer mehr Medienangebote strömen auf uns Menschen ein. Wir nutzen sie als Werkzeuge, zur Zerstreuung oder als Hintergrundmelodie für unseren Alltag und empfinden diese Nutzung meist als freiwillig. 

Doch eine wachsende Zahl von Mediennutzern haben den Bereich der Freiwilligkeit verlassen. 


Wer beobachtet nicht, wie das Netz Tag für Tag Konzentration und Identität der Menschen aufsaugen kann. Wie sich Kommunikation, Kontaktaufnahme und die Spiegelung des Selbstwerts zunehmend ins Internet verlagern. Wo liegt die Faszination davon? Ist das die neue Kluft zwischen den Generationen? Eine Flucht in eine hindernisfreie Welt, wo der Verlust der eigenen Identität lauert? Ist es längst zu einer normalen Facette des modernen Lebens geworden? - Vielleicht. Doch für manche ist es eine Falle, aus der sie mit eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Ihr Leben erhält seinen Sinn und Wert ausschließlich aus dem, was sie in der virtuellen Unendlichkeit des Netzes für sich als bedeutsam wahrnehmen. Soziale Kontakte, Kommunikation, Alltagsverhalten verändern sich rapide. Eine psychische Abhängigkeit mit beobachtbaren körperlichen Symptomen entsteht. Die Opfer davon leben in einem Graubereich, von dem viele gehört haben, der manchen vielleicht im Familien- oder Freundeskreis bereits begegnet ist, aber von dem die meisten Menschen kaum etwas wissen. 

Ein Referent zum Thema Medienabhängigkeit kann je nach Wunsch und Bedarf die Ausstellung vor Ort betreuen.


Unter inhaltlicher Anleitung von Experten aus dem Bereich der Suchttherapie und mit kreativer Beteiligung von Kulturschaffenden aus den Bereichen der darstellenden Künste wurde eine begehbare Erlebnisinstallation erstellt, in der Videoscreens, Fotos und Texte zu einer informativen Begegnung mit den Phänomenen und Auswirkungen einer neuen Suchtform einladen: der Medienabhängigkeit. Die Installation soll ein Objekt werden, das sich den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen von Theaterfoyers, Museen oder den Eingangsbereichen öffentlicher Gebäude anpassen kann. Durch seine visuelle Vielfalt soll es insbesondere auch medienerfahrene Jugendliche ansprechen.


KONTAKT:


Hansjörg Thurn 

Künstlerischer Gestalter und Urheber der Ausstellung

+49 151 15675547

xthurn@me.com

bildersucht@dramatics-gmbh.com



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