Eine Präsentation des Ausstellungsobjekts - 11 Minuten

 

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BILDERSUCHT & CYBERFLUCHT

MULTIMEDIALE AUSSTELLUNG.

CREATED BY:

HANSJÖRG THURN

GEFÖRDERT VON:

Auerbach Logo CMYK

PRODUKTION :

FILM-I-MOTION GMBH

GESTALTUNG UND BAU:

ANDRÉ IMÖHL

WISSENSCHAFTLICHE LEITUNG:

STEPHAN PITTEN

KOORDINATION UND BÜRO:

ULRIKE LOTTE LIESE

UNTERSTÜTZUNG UND MITARBEIT:

CHRISTIAN GROSS, PETRA FÜRSTENBERG, NICOLE TRENKMANN, VALENTINA ALBERTINI, SALUS-KLINIK HÜRTH, BERNHARD-SALZMANN-KLINIK GÜTERSLOH, U.V.A.

VIDEOSCHNITT:

MATTI SCHMITZ, SEBASTIAN THURN

KURATOR:

HANSJÖRG THURN


DER SONG „PARTING OF A WILD HORSE’S MANE“ WURDE DER AUSSTELLUNG FREUNDLICHERWEISE ZUR VERFÜGUNG GESTELLT VON ALEXANDER HACKE, DANIELLE DE PICCIOTTO UND LARY 7 UND ENTSTAMMT IHREM ALBUM „NEEDLE AT THE SEA BOTTOM


          Erlebnisinstallation

          „Bildersucht & Cyberflucht“


Das Projekt und sein Ziel:


Unter dem Titel „Bildersucht & Cyberflucht“ haben wir eine Ausstellung in Form einer Erlebnisinstallation erstellt, die auf künstlerische und informative Weise das Problem der „Medienabhängigkeit“ in ein sinnliches Erleben übersetzt. Sie richtet sich vorrangig an Jugendliche, denen das Gefahrenpotential ihrer Mediennutzung häufig unklar ist, aber auch an Eltern, die mit ihren Fragen diesbezüglich zumeist alleine gelassen sind.


Die Installation besteht im Wesentlichen aus Interviews und Bilderfluten auf Videoscreens, die in einem 3 x 4 x 2,5 Meter großen Kubus zu einem begehbaren Objekt gestaltet werden. Inhalt dieser Bilder und Filme sind immer die Lebenswelten von Sucht-Betroffenen. Das Durchschreiten der Installation ermöglicht durch die Auflösung der Betrachterdistanz eine Erfahrung der Innensicht von Motiven und Ursachen.


Das Ziel unserer Ausstellung ist es, mit den Mitteln von Medien und Kultur ein Problembewusstsein zu schärfen für ein Phänomen, das in den Schattenbereichen von Mediennutzung heranwächst. 


Die Ausstellung präsentiert:

  • Interviews mit Suchtbetroffenen und Fachleuten
  • Einblicke in die suggestiven Bilderwelten, die suchtauslösend sein können
  • Informationen über die Therapiemöglichkeiten


Warum dieses Projekt?


Immer mehr Medienangebote strömen auf uns Menschen ein. Wir nutzen sie als Werkzeuge, zur Zerstreuung oder als Hintergrundmelodie für unseren Alltag und empfinden diese Nutzung meist als freiwillig. 

Doch eine wachsende Zahl von Mediennutzern haben den Bereich der Freiwilligkeit verlassen. 


Wer beobachtet nicht, wie das Netz Tag für Tag Konzentration und Identität der Menschen aufsaugen kann. Wie sich Kommunikation, Kontaktaufnahme und die Spiegelung des Selbstwerts zunehmend ins Internet verlagern. Wo liegt die Faszination davon? Ist das die neue Kluft zwischen den Generationen? Eine Flucht in eine hindernisfreie Welt, wo der Verlust der eigenen Identität lauert? Ist es längst zu einer normalen Facette des modernen Lebens geworden? - Vielleicht. Doch für manche ist es eine Falle, aus der sie mit eigener Kraft nicht mehr herauskommen. Ihr Leben erhält seinen Sinn und Wert ausschließlich aus dem, was sie in der virtuellen Unendlichkeit des Netzes für sich als bedeutsam wahrnehmen. Soziale Kontakte, Kommunikation, Alltagsverhalten verändern sich rapide. Eine psychische Abhängigkeit mit beobachtbaren körperlichen Symptomen entsteht. Die Opfer davon leben in einem Graubereich, von dem viele gehört haben, der manchen vielleicht im Familien- oder Freundeskreis bereits begegnet ist, aber von dem die meisten Menschen kaum etwas wissen. 

Das deutschlandweite Netz der dem Fachverband angegliederten Mitglieder und Kooperationsstellen bietet die Möglichkeit, eine sehr große Zahl von Veranstaltern in das Projekt zu integrieren. Ein Referent zum Thema Medienabhängigkeit kann je nach Wunsch und Bedarf die Ausstellung vor Ort betreuen.


Unter inhaltlicher Anleitung von Experten des Fachverbandes und mit kreativer Beteiligung von Kulturschaffenden aus den Bereichen der darstellenden Künste wurde eine begehbare Erlebnisinstallation erstellt, in der Videoscreens, Fotos und Texte zu einer informativen Begegnung mit den Phänomenen und Auswirkungen einer neuen Suchtform einladen: der Medienabhängigkeit. Die Installation soll ein Objekt werden, das sich den unterschiedlichen räumlichen Bedingungen von Theaterfoyers, Museen oder den Eingangsbereichen öffentlicher Gebäude anpassen kann. Durch seine visuelle Vielfalt soll es insbesondere auch medienerfahrene Jugendliche ansprechen.




© Hansjoerg Thurn 2018                                                           DATENSCHUTZERKLÄRUNG                                                        IMPRESSUM